Materielles und immaterielles Kulturerbe - ViaRegiaUkraine
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Materielles und immaterielles Kulturerbe

„Ohne Muttersprache, Junge, gibt es auch kein unser Volk“.

W. Sosjura
Das Kulturerbe jedes Volkes bedeutet nicht nur die gesamten kulturellen Werte von Zeitgenossen, die von ihnen Vorfahren vererbt wurden. Das ist eine Lebensquelle, aus dem jede Nation, jedes Volk ihre Kräfte schöpfen und ohne die eine erfolgreiche staatliche Entwicklung unmöglich ist.

Wenn wir in verschiedene Länder reisen, erlernen wir vor allem die Kultur dieses Volkes, seine geistigen Werte, Sitten, Sprache und seinen Glauben und versuchen, ihren Sinn zu verstehen. Der Schlüssel dieses Verständnisses besteht in der Tiefe der Volkskultur, die sich im materiellen und immateriellen Kulturerbe jeder Nation zeigt.

Zum immateriellen Kulturerbe gehören: Denkmäler, Ensembledenkmäler, Sehenswürdigkeiten sowie Inhalte von Bibliotheken, Museen, Archiven; Bauten (Kirchen, Klöster, Schlösser, Paläste) und sonstige kulturelle und Baudenkmäler.

In der UNESCO-Übereinkommen sind unter „immateriellem Kulturerbe“ Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten – sowie die dazu gehörigen Instrumente, Objekte, Artefakte und kulturellen Räume – zu verstehen, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen. Dieses immaterielle Kulturerbe wird von einer Generation an die nächste weitergegeben und fortwährend neu gestaltet

Ukrainische Objekte in der Liste des UNESCO-Welterbes

7 ukrainische kulturelle Sehenswürdigkeiten, Baudenkmäler und Naturschönheiten sind in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen, und zwar:

  1. Sophienkathedrale und Höhlenkloster Lawra Petschersk in Kyjiw (seit 1990)
  2. Historisches Zentrum von Lwiw (seit 1998)
  3. Geodätischer Struve-Bogen (seit 2005)
  4. Residenz der orthodoxen Metropoliten der Bukowina und Dalmatiens (heute – die Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität von Czernowitz) (seit 2011)
  5. Antike Stadt in der taurischen Chersones und ihre Chora (seit 2013)
  6. Holzkirchen der Karpatenregion in Polen und der Ukraine, transnationales Welterbe mit Polen (seit 2013)
  7. Ein Objekt des Naturerbes: Alte Buchenwälder der Karpaten und alte Buchenurwälder Deutschlands (seit 2011)

In die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes sind 6 Objekte eingetragen:

  • Keramik von Opischnja
  • Brotkultur (Brottraditionen)
  • Gewebte Handtücher aus der Region Krolewez
  • Petrykiwka-Malerei
  • Kosiw-Keramik
  • Kosaken-Lieder aus dem Gebiet Dnipropetrowsk.

Im Oktober 2020 wurde beschlossen, „die Kultur der Zubereitung des ukrainischen Borschtsch“ in diese Liste einzutragen. Außerdem sind Petrykiwka-Malerei und Kosiw-Keramik in eine repräsentative Liste eingetragen.

Materielles
Immaterielles
Bauten
Kirchen, katholische Kirchen, Klöster, Festungen, Schlösser, Paläste und sonstige kulturelle und Baudenkmäler
Denkmäler
Werke im Bereich der Architektur, Monumentalskulptur und Malerei, archäologische Elemente und Strukturen, Aufschriften, Höhlen und Elementegruppen, die einen wesentlichen universalen Wert aus der Sicht der Geschichte, Kunst oder Wissenschaft haben
Inhalte von Bibliotheken, Museen, Archiven
Dazu gehören gedruckte und geschriebene Stücke, ihre digitalen Ausfertigungen und elektronische Stücke
Ensembledenkmäler
Gruppen einzelner oder verbundener Bauten, deren Architektur, Einheit oder Verbindung mit der Landschaft einen wesentlichen universalen Wert aus der Sicht der Geschichte, Kunst oder Wissenschaft haben
Sehenswürdigkeiten
Menschliche Werke oder zusammen vom Menschen und von der Natur geschaffene Objekte, verschiedene Zonen, darunter auch archäologische Sehenswürdigkeiten, die einen wesentlichen universalen Wert aus der Sicht der Geschichte, Ästhetik, Ethnologie oder Anthropologie haben
Mündliche Traditionen und Ausdrucksformen
Die mündliche Tradition des ukrainischen Volkes ist in der Folklore und Sprache als Träger des immateriellen Kulturerbes dargestellt. Die Kultur wurde auf Grundlage der ukrainischen Sprache gebildet und verwirklicht sich selbst durch die Sprache
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Darstellende Volkskunst
Die darstellende Volkskunst bedeutet eine künstlerische und schöpferische Tätigkeit, mit deren Hilfe Folklorewerke, insbesondere Lieder, instrumentale Musikkompositionen, Tänze, Bühnenstücke, Spiele dargestellt werden
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Sitten, Bräuche, Traditionen
Das sind Mittel der Erhaltung der ukrainischen Identität und ein unentbehrlicher Teil des Alltags. Sie sind mit einer traditionellen seit mehreren Jahrhunderten gebildeten Weltanschauung verknüpft. Sie spiegeln nicht nur eine ethnische Eigentümlichkeit, sondern auch Ästhetik, moralische Werte, Mentalität und Geschichte wider
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Traditionelle Handwerke
Traditionelle Fähigkeiten und Fertigkeiten des ukrainischen Volkes, die von einer Generation an die nächste seit Jahrhunderten weitergegeben wurden, um die Lebensweise und die Umwelt zu verbessern. Darum zeigen Handwerke und Gewerbe die für ein bestimmtes Gebiet typische Erblichkeit, Eigentümlichkeit und die kulturelle Vielfalt
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Die mit der Natur und dem Weltall verbundenen Kenntnisse und Bräuche
Diese Kenntnisse bildeten die Grundlage der wirtschaftlichen Alltagskultur des ukrainischen Volkes und umschließen mehrere Traditionen, Sitten, Bräuche und rationelle Praktiken, die ein nachhaltiges Leben der Gemeinde und ein Bevölkerungswachstum unter gewissen Klimaverhältnissen sicherten.
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